EU-Staaten wollen enger zusammenarbeiten

EU-Staaten wollen enger zusammenarbeiten

Beitragvon b:sl am Do 22. Jan 2009, 16:49

Die EU-Kommission hat in einem strategischen Konzept die Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten im Auge. Gemeinsam sollen Probleme sollen durch Benchmarks für die allgemeine und berufliche Bildung zur Beobachtung der Fortschritte in Europa eingeführt werden.

Vor allem die schwachen Leistungen bei der Lesekompetenz und die Schulabbrecherquote sind die großen Herausforderungen der einzelnen EU-Staaten. Durchschnittlich jeder sechste Schüler verlässt die Schule nur mit einem Pflichtschulabschluss oder hat nicht einmal diesen vorzuweisen. Hinzu kommt, dass viele Kinder mit Migrationshintergrund weniger erfolgreich in der allgemeinen und beruflichen Bildung sind als ihre einheimischen Altersgenossen.

Obwohl die Verantwortung für diese Bildungsbereiche bei den einzelnen Regierungen lägen, sind der Herausforderungen in allen EU-Ländern gleich. Die Wirtschaft benötigt Arbeitskräfte mit den richtigen Kompetenzen, in fast allen Staaten ist eine Alterung der Gesellschaft festzustellen und der internationale Wettbewerb fordere verstärkte Aufmerksamkeit in der Bildung. Einzelne Teilbereiche hiervon, wie zum Beispiel die Steigerung der Mobilität sind daher von einzelnen Staaten alleine nicht zu lösen.

Es gebe gemeinsame Ziele, anhand deren die Fortschritte der Systeme allgemeiner und beruflicher Bildung auf europäischer Ebene gemessen werden können, so die Kommission. Dazu gehörten die Lesekompetenz der 15-Jährigen, die Schulabbrecherquote und die Teilnahme Erwachsener am lebenslangen Lernen. Die Kommission schlägt deshalb vor, diese Benchmarks zu überprüfen und die Einführung neuer Benchmarks in weiteren Schlüsselbereichen, etwa bei Hochschulabschlüssen, Beschäftigungsfähigkeit und Mobilität der Studierenden, in Betracht zu ziehen.
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